Bhijer bis High Camp (4720 m)

17. August 2015 von Rudi
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Samling Gompa (4015 m) und Bhijer (3735 m)

16. August 2015 von Rudi
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Shey Gompa bis Tora (4360 m)

15. August 2015 von Rudi
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High Pass (5110 m) bis Shey Gompa (4205 m)


Die Nacht war kalt, schon nach dem Dinner hatte es angefangen zu regnen und ich hatte mich früh zurück gezogen. Als ich in der Nacht mal raus musste hatte es geschneit, alles weiß um mich herum und auch im Zelt und Schlafsack war es das erste mal ungemütlich kalt.
Am morgen war noch leichter Schneeregen, zum Glück war es nicht mehr weiß. Ein anstrengender Aufstieg folgte, es galt von 4510 m auf 5105 m hinauf zu kommen. Der Nieselregen war unangenehm und kalt, der Weg weich und anstrengend. Um 10.40 Uhr hatten wir die Passhöhe erreicht, das Wetter hatte sich nicht gebessert, es pfiff erbärmlich kalt über den Pass und nachdem endlich alle zusammen waren gab ich eine Runde Mars aus, ein paar Fotos und schon gings wieder runter in Richtung She Gompa, den zweiten wichtigen Ziel auf dieser Tour.
Um 14 Uhr erreichten wir unser Ziel auf 4205 m, das Wetter war inzwischen aufgeklart und die Sonne wärmte unseren durchgefrorenen Glieder.
She Gompa liegt im Schnittpunkt dreier Täler und ist schon aus großer Entfernung zu sehen. Die besondere Bedeutung liegt jedoch an seiner Lage an der Kora rund um den Kristall Berg, der neben dem Kailash der zweitheiligste Berg im Himalaya ist. Alle 12 Jahre finden hier bedeutende Tempelfeste mit umschreitung der Kora statt. Eigentlich stand die Kora nach meiner Kailash Kora auch auf meiner Agenda jedoch habe ich diese zu Gunsten des Yangtse Kloster geopfert. Nur das Kloster vor She Gompa das direkt an der Kora liegt und sich in großer Höhe direkt an den Felsen schmiegt (fast 5000 m) wollte ich unbedingt sehen. Der sonnige Nachmittag verlockte und auch Shanta war dem nicht abgeneigt ( ich hätte es sein sollen ☺). Fast zwei Stunden haben wir gebraucht um das Kloster zu erreichen, damit hatte ich nicht gerechnet. Ein einsamer alter Mönch und sein Enkel empfingen uns, zeigten uns Ihre Räume und dann sprach der Mönch noch ein Segensgebet für eine gute Reise für uns. Sehr eindrucksvoll, dinge und Erlebnisse die Bilder nicht wiedergeben können.
Alle weiteren Gebäude der Anlage waren verschlossen, nur selten besuchen die Lamas diese Plätze, vorwiegend während der Kora, nur der eine ist hier, einsam mit seinem Enkel und bewacht die Anlage.
Kurz vor Sonnenuntergang waren wir zurück, eine zwar lohnende aber auch überaus Anstrengende Tour am Nachmittag nach der anstrengenden Passüberschreitung am Morgen. Gleich nach dem Dinner habe ich mich schlafen gelegt.

14. August 2015 von Rudi
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High Camp (4510 m)


Wieder weckt mich die Sonne in meinem Zelt schon um 5.30 Uhr aber dann viel mir ein kleines Problem auf, es gab hier zum ersten mal kein Toilettenhäuschen. So unangenehm diese bisher auch immer waren, zu mindestens wusste man wohin aber jetzt galt es erst mal einen passenden Ort zu suchen. Also latschen an und los, es war meine Zeit, aber irgendwie gab es in diesem Tal rund um den Lagerplatz keine geschützten Ecken. Ein Stück laufen half und ich fand einen entsprechenden Felsen. Ein Problem mit dem ich mich vorher nie auseinander gesetzt hatte, in Zukunft würde ich mich am Abend vorher umsehen ☺.
Ein schwerer Tag stand uns bevor, es begann wieder mit Latschen und vielen Querungen, erst nach zwei Stunden konnten wir wieder festes Schuhwerk anziehen. Jetzt ging es dafür auch gleich steil bergan über Geröll in einem engen Flusstal. Der Ablauf wie immer, an einer passenden Stelle hatte der Koch die Küche aufgebaut, diesmal ein bisschen früh denn es gab schon um 11 Uhr Lunch. Eine Begegnung von gestern erreichte uns während unserer Mittagspause, ein junger Mann hatte sich in den Finger geschnitten und bat um Wundversorgung, natürlich half ich mit Jod und Pflaster aus, gemerkt hatte der mit seiner Promillezahl sowieso nichts vom Jod im offenen Daumen aber geholfen hat es bestimmt. Er erreichte uns mit einem schweren Balken auf dem eigenen Rücken und einigen weiteren auf seinen beiden Maultieren, bedankte sich noch einmal für den Verband und schleppte weiter. Im High Camp das er am Abend auch erreicht und sich bei der Mannschaft den Bauch mit Reis und Dall vollschlug, sah ich Ihn wieder.
Wir erreichten das High Camp mit 4510 m Höhe um 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Ich hatte entdeckt das Shanta über einen Spiegel verfügte und so habe ich die freie Zeit dieses schönen nachmittags genutzt und mich rasiert ☺.
Es war ein anstrengender Tag gewesen und die Höhe tat ihr übriges so dass ich die zeit mit ausruhen und in der Sonne dösen verbrachte.

13. August 2015 von Rudi
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Catwalk


Der nächste Tag beginnt um 5.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein und auch meine Laune ist wieder bestens. Der theoretische Pausentag war in Nepalgunj geblieben so ging es heute gleich weiter auf den berüchtigten Catwalk. Dieser schmale Pfad erlangte Berühmtheit durch den Film Himalaya und ist aus der Ferne kaum an Dramatik zu überbieten. Bei näherem hinsehen entpuppt sich das ganze als ein schmaler Pfad am steilen Felsen hoch über dem Phoksunda Lake, Schwierig ist es schon und man sollte immer auf seine Schritte achten und nicht zu oft nach unten schauen denn es ist weit bis zum Wasser. Einem Maultier oder Yak möchte ich hier nicht begegnen denn das wird eng. Nach einer Stunde war der Catwalk überwunden und wir durchschritten ein Seitental des Sees, mussten mal wieder einen reißenden Fluss überqueren und dann kam der unangenehme Teil: steiler Anstieg von 3600 auf 4050 m und auf der anderen Seite gleich wieder runter. Der strahlende Sonnenschein machte den Aufstieg schweißtreibend, die Höhe atemlos aber die Aussichten waren Grandios. Immer wieder leuchtete unter und der See in immer anderem Blau, so blau wie ich noch nie Wasser gesehen habe.
Um 11.30 Uhr hatten wir endlich das nächste Tal erreicht dem wir dann nach unserer Mittagspause folgen sollten.
Noch gut eine stunde konnten wir in den Wanderschuhen weiter laufen und dann mussten wir auf Latschen wechseln denn es ging durch Wasser weiter. Das Wasser war sehr kalt und häufig mussten wir die vielen Nebenarme des Flusses durchqueren. Irgendwann erreichten wir eine mal wieder besonders hübsche Brücke, inzwischen hatte ich mich daran gewöhnt und war froh wenn ich den reißenden Fluß nicht durchwaten musste. Nur die Maultiere wollten die Brücke nicht überqueren, bockten und der kleine Maultiertreiber der schon vorher bewiesen hatte das er dieser Aufgabe nicht gewachsen war, konnte sie nicht halten und sie verschwanden. Shanta musste hinter her, sammelte sie wieder ein und trieb sie durch eine Fuhrt weiter unten und hatte Mühe zu verbergen was er vom Maultiertreiber hielt zumal es der einzige der Mannschaft ist der nicht mit ihm verwandt ist.
Nach einer weiteren Stunde hatten wir unseren Lagerplatz erreicht, eine ebene, sandige Stelle an der dieses Tal sehr breit ist mit Aussicht auf die Berge und Gletscher der Umgebung. Die Maultiere wälzten sich sofort nach dem entladen im Sand, Dipak und Shanta bauten unsere Zelte auf, die Kochmannschaft das Küchenzelt und das „Esszimer“ und ich ruhte mich aus ☺. Ein schöner Platz besonders jetzt in der Abendsonne nur das Wasser das wie immer aus einer nahegelegenen Quelle stammt, Trinkwasser gehört nicht zum Gepäck, ist heute Trübe von feinsten Sedimenten und so ist auch der Tee etc. trübe. Inzwischen sind wir auf 3900 m.

12. August 2015 von Rudi
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Phoksundo Lake (3600 m)

Der Treck des nächsten Tages sollte kurz aber heftig sein. Wie immer um sechs Uhr raus, heißer Tee nach der ersten doch etwas kälteren Nacht, warmes Wasser in einer Schüssel für die Katzenwäsche und gleich nach dem zusammenpacken und dem Frühstück los.
Von Anfang an geht es steil Bergauf und dann beginnt es auch noch zu regnen, ein leichter Regen der jedoch kalt und unangenehm ist. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir den Aussichtspunkt am Wasserfall des Phoksunda Fluss aber wir können nur das Tosen vernehmen, der Nebel macht den Wasserfall unsichtbar. Eine wohlverdiente Pause wird eingelegt und dann haben wir Glück, der Nebel reißt auf und gibt den Blick auf den Wasserfall frei.
Nach einer weiteren Stunde erreichen wir schon Ringmo, den Ort am Ablauf des Phoksunda See und bald darauf den See der riesig und Türkisblau vor uns liegt. Wir sind jetzt auf 3610 m und unser Lager wird direkt am Ufer des Sees aufgebaut. Es regnet immer noch so dass die Küche in einer Schutzhütte aufgebaut wird. Endlich nach dem Mittag reißt der Himmel auf und die Sonne bescheint den See der erst jetzt seine Farbe und Dimension wirklich zeigt.
Nach kurzem aufwärmen in der Mittagssonne machen wir uns auf den Weg zum Gompa am östlichen Ufer des Sees. Vorbei an einigen Stupas führt der weg am Ufer hoch über dem See entlang. Das Gompa mit seinen flatternden Gebetsfahnen strahlt in der Sonne als wir uns diesem nähern jedoch zeigt sich bald das die meisten Gebäude in einem schlechten zustand sind. Es ist ein Bön Po Kloster, der erste Lama weilt in Kathmandu und wir treffen nur einen einsamen Mönch der uns mit in seine Behausung nimmt. Es gibt Buttertee und selbstgebranten und Shanta und der Mönch unterhalten sich intensiv und gestenreich. Nach dem zweiten Schnaps machen wir uns wieder auf den weg, der Mönch hätte uns sicherlich gern noch länger bei sich gehabt, es muss schon ziemlich einsam sein allein in einem solchen Kloster.
Den Haupttempel konnten wir leider nicht besuchen, der Schlüssel war weg, aber der Besuch war trotzdem sehr beeindruckend.
Auf dem Rückweg haben wir noch einen ausgiebigen Gang mit vielen Fotos durch Ringmo gemacht mit einer weiteren Einkehr zum Buttertee bei einem bekannten von Shanta, der scheint hier wirklich jeden zu kennen.
In Ringmo gibt es sogar ein Telefon und nach dem Tee sind Dipak und ich noch einmal zurück um zu telefonieren. Handys funktionierten zuletzt in Dunai also vor 3 Tagen, und für die nächsten Tage sollte es keine weiteren Möglichkeiten geben außer diesem Telefon. Nach einer halben Stunde habe ich es aufgegeben, kein durchkommen und auch Dipak brauchte viele Versuche um bei seiner Familie durchzukommen. Ganz lapidar erzählte dann die Inhaberin, dass es vor zwei Monaten beim letzten Touristen auch nicht geklappt hatte ☹.
Nach ein paar weiteren Runden durch den Ort sind wir dann zurück ins Lager, es wurde auch langsam dunkel und das Dinner wartet. Der erste Tag auf mehr als 3500 m, die Anstrengungen des Tages und der Frust mit dem Telefon zehren etwas an meiner guten Laune so dass ich mich gleich nach dem Essen zurückgezogen habe. Vielleicht liegt es auch einfach am Diamox das ich seit drei Tagen einnehme um die Höhe besser zu verkraften.

11. August 2015 von Rudi
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Sangta bis Phoksundo Samjana (3030 m)


Der nächste Tag beginnt wie der vorhergehende. Als besondere Leckerei wurde Porridge gereicht (Brrrr) was ich dankend ablehnte. Um acht bin ich dann mit meinen beiden Guides aufgebrochen und zu meiner großen Freude gleich eine Behelfsbrücke bestehend aus ein paar dünnen Baumstämmen die in der Fluss Mitte auf einem Felsen zusammen trafen, darunter wild tosendes Wasser …. Mit Shantas Hilfe war dieses Hindernis schnell überwunden, ich hatte keine Wahl.
Es geht weiter den Fluss hinauf Richtung Phoksunda See immer wieder unterbrochen von mehr oder weniger vertrauenerweckenden Brücken. Es ging rauf und runter, teilweise steile anstiege und das ganze fast genauso steil wieder runter, am Fluss entlang und außer einem störrischen Maultier das eine Behelfsbrücke nicht passieren wollte, gab es keine Besonderheiten und nach einem langen Tag erreichten wir unseren Lagerplatz auf 3050 M an einem einzelnen Haus was sich als Hotel bezeichnet.
Dieses Hotel hatte jedoch nichts zu bieten außer einem Billardtisch der nach dem Tee von der Mannschaft belegt wurde.

10. August 2015 von Rudi
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Von Dunai bis Sangta (2450 m)

Der erste Trecking Tag

Die Nacht im Zelt war für mich sehr ungewohnt und durch die Temperaturen von über 20 °C war mir einige mal zu warm so dass ich schweißnass in meinem viel zu warmen Schlafsack lag und aufwachte. Also eine ehr unruhige Nacht und dann auch noch früh um 5.30 Uhr raus, aufs Häuschen was auch wirklich ein kleines Häuschen in der Ecke des Gartens war und dann am Wasserhahn Katzenwäsche. Zum Frühstück gab es Ei und Fladenbrot mit einem deftigen Beigeschmack nach Kerosin. Eine Erwähnung dieses Mangels beim Guide Shanta brachte diesen gleich darauf das die gestern gekaufte Mehlration wohl nicht in Ordnung war denn die roch nach Kerosin. Zum Glück war dieses Problem schon jetzt aufgetaucht sonst hätten wir wohl etwas länger etwas davon gehabt.
Es dauerte noch eine geraume Zeit bis alles abgebaut und verpackt und auf die vier Maultiere verladen war. Dipak und ich sind kurz nach acht schon mal los gegangen, der Weg am Fluss entlang war einfach und nicht zu verfehlen. Eine Stunde bis zum Zusammenfluss von Sidgo und Dunai Fluss lief der Weg in kurzem Abstand zum Fluss um dann dem Sidgo Fluss aufwärts zu folgen. In grünem fruchtbaren Tal ging es langsam Bergauf. Irgendwann hatte uns dann auch der Tross wieder eingeholt und um 12 wurde in einem winzigen Dorf auf einem Bauernhof die Mittagspause eingelegt. Der Träger, der Koch und sein Helfer sind für das leibliche Wohl verantwortlich und haben immer die gesamte Küchenausrüstung und die nötigsten Vorräte dabei. Die drei bauten also auf dem Hof an einer windgeschützten Ecke ihre beiden Kerosinkocher auf und nachdem sie es endlich geschafft hatten die Dinger zum brennen zu bringen gab es erst Tee und dann kurze Zeit später eine Suppe, natürlich aus Pulver, wie auch sonst. Zum Hauptgang gab’s Gemüse und Pommes und sogar noch Obst zum Nachtisch. Die ganze Prozedur mit aufbauen, Kochen und abwaschen dauerte 90 Minuten was eine willkommene Pause für mich war.
Bis um 15 Uhr und auf eine Höhe von 2450 Meter sind wir dann noch weiter gewandert und haben unser Lager an einem einzelnen Gehöft am Fluss aufgebaut. Eigentlich sollte es noch eine Stunde weiter gehen aber der nächste Rastplatz war besetzt, woher Shanta das auch immer wusste. Nachdem die Maultiere entladen und die Zelte aufgebaut waren gab’s erst mal Tee und Kekse.
Dipak wird von der übrigen Mannschaft immer wie ein Gast behandelt nicht wie einer der Mannschaft, er muss nur sein eigenes Zeug tragen und hilft ansonsten nur bei auf und abbauen der Zelte für mich und Shanta und ihn, bei den Mahlzeiten sitzen wir immer zusammen und erst als ich eine Andeutung mache kommt auch Shanta mal dazu. Die Mannschaft bleibt immer unter sich.
Die Zeit zwischen Tee und Dinner verbrachten wir mit Karte studieren und planen, es gilt die verlorenen zwei Tage in Nepalgunj wieder einzuholen denn die zurückzulegende Strecke bleibt die gleiche.
Gegen acht ins Zelt, noch ein bisschen lesen und ein paar Notizen machen und dann früh schlafen, ungewöhnlich aber wir wollen wieder früh raus und mit der Energie des Laptop muß ich sparsam umgehen.

09. August 2015 von Rudi
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Endlich in Dolpa


Eigentlich sollte es nur eine Nacht in dieser Stadt sein und jetzt wird es schon die dritte. In Kathmandu sind wir am Nachmittag mit einer Turboprop mit 30 Plätzen nach Nepalgunj gestartet. Nachdem wir die Wolkendecke durchquert hatten herrschte strahlender Sonnenschein und wir konnten riesige Wolkentürme beobachten und manchmal auch ein bisschen Grund sehen. Das Hotel in dem ich untergebracht bin ist sehr gut vor allem für hiesige Verhältnisse, sogar ein Pool gehört zur Ausstattung den ich natürlich gleich genutzt habe wo ich natürlich mit meiner weißen Haut auffiel denn andere Europäer sind nicht anzutreffen. Mit Dipak bin ich dann noch ein bisschen in der Stadt gewesen, haben einen Hindutempel besucht und sind abschließend in einem Gartenrestaurant essen gewesen.
Die Nacht war kurz, 4.15 Uhr aufstehen, fertig machen und alles zusammen packen, kurz nach fünf in der Rezeption treffen und um 5.30 Uhr auf zum Flughafen.
Nepalgunj zählt als heißester Ort Nepals und es herrschten auch in der Nacht schweißtreibende 32°C und natürlich auch in der nichtklimatisierten Flughafen Halle. Der Ablauf war ganz normal, Gepäck einchecken, für mein Übergepäck 10 € bezahlen und dann warten, warten, warten. Mit uns war ein Lama aus Dolpa zum Flughafen gefahren der die Prozedur schon öfter gemacht hatte und uns mit den Infos versorgte. Als der Flug um 10.30 Uhr immer noch nicht aufgerufen war schwanden die Hoffnungen und um 11 Uhr wurde der Flug dann offiziell gecancelt. Stempel holen und wieder ins Hotel zurück, ist zwar nicht ganz billig aber bei der Hitze möchte ich nicht in einem billigen Dreckloch am Flughafen sitzen.
Ein bisschen Schlaf nachholen und warten bis der Regen aufhörte und dann noch mal in die Stadt gelaufen, etwa eine halbe Stunde von hier und kreuz und quer durch die Innenstadt und den Basar.
Diese Stadt versinkt im Dreck, Chaos und Staub, alle Nebenstraßen sind voller Buckel und Löcher, überall liegt Müll, es riecht nach Diesel, Abgasen, Müll und dazwischen dann Garküchen. Die paar wenigen ansehnlichen Fassaden und Gebäude sind dreckverkrustet.
Nach drei Std. war ich wieder zurück, hab mich noch mal in den Pool gelegt und dann hier im Hotel gegessen.
Heute morgen dann die gleiche Prozedur um wieder kurz vor sechs am Flughafen zu sein. Erst gar keine Hoffnung, dann gegen 9.30 Uhr doch wieder Hoffnung und um 10 Uhr wieder gecancelt.
Am Nachmittag, gerade als ich mich entschlossen hatte zur indischen Grenze zu laufen kam ein Anruf von Jitendra: es gäbe die Möglichkeit auf einen Platz in einem Hubschrauber natürlich gegen Mehrkosten: 400 €. War mir eigentlich zu viel aber nach ein bisschen überlegen hab ich Ihn angerufen und dem Deal zugestimmt. Erst sollte es noch am Nachmittag los gehen aber aufgrund der Wetterlage wurde auch dies auf den nächsten Tag verschoben nur sollte dieser Flug dann auf jeden Fall sattfinden.
Also hab ich dann doch die Wanderschuhe angezogen und hab mich auf den Weg zur Grenze gemacht. Knapp 10 km ist die Strecke entlang der Straße, ein paar Bilder zwischendurch und am ersten Schlagbaum dann eine Elektrorickscha für den Rückweg genommen. In den Grenzbezirk hab ich mich nicht getraut da ich meinen Pass nicht mit hatte und keine Probleme mit der Polizei haben wollte.
Um kurz vor sechs war ich zurück, mich mit einem Bier erfrischt und dann noch mal runter und bis um sieben im Pool getummelt.

Der nächste Tag begann wie die letzten, kurz nach 4 aufstehen, duschen (es könnte ja das vorerst letzte mal sein und alles wieder zusammen packen. 5.15 Uhr in der Rezeption das Frühstück einfordern (ein Paket zum mitnehmen das trotz Bestellung am Vorabend nie fertig war) und dann aufs Taxi warten und ab zum Flughafen. Auf dem Weg Dipak wecken der in einem billigen Hotel am Flughafen wohnte. Kurz vor sechs am Flughafen und dann wieder warten. Die Gerüchteküche brodelte gleich früh, inzwischen kennen sich natürlich alle wartenden für Dolpa, erst heißt es das Wetter ist zu schlecht, es gibt gar keinen Flug, dann wieder unsere Hubschrauberplätze wurden für viel Geld an andere verkauft, und plötzlich um 9.30 Uhr musste das Gepäck eingecheckt werden und wir wieder durch die Sicherheitskontrolle.
Die Sicherheit auf diesem Flughafen ist sehr fragwürdig: jeder der die Halle betritt muss sein Gepäck durch eine (deutsche) Röntgenmaschine schieben und bekommt einen Aufkleber. Danach kann jeder jederzeit rein und raus wie er will. Die Personenkontrolle sieht nur so aus als wäre es ein Durchgang wie an unseren Flughäfen, einfach mal aus Holz nachempfunden. Dahinter eine Holztür links Männer, rechts Frauen, und hier ein Polizist der immer einen Fluggast rein bat und dann die Tür wieder schloss. Beim ersten Versuch hatte ich hier schon meine Daten in einem Buch (wohl mehr eine dreckige Kladde) eintragen müssen in dem alle Ausländer registriert wurden. Heute brauchte ich nur auf meinen Namen Zeigen und das reichte (es waren nur wenige Zeilen dazu gekommen). Dann wieder warten jedoch konnten wir im Gegensatz zu gestern Aktivitäten auf dem Flugfeld beobachten: die beiden alten Propellermaschine wurden beladen und betankt und urplötzlich wurden wir Passagiere zum Einsteigen aufgefordert. Ruckzuck waren alle in der Maschine in den sitzen festgeschnallt (fast wie Klappstühle für den Garten und schon ging es los. Mit ohrenbetäubendem Lärm hob die alte Kiste ab und flog zwischen Wolken und Bergwipfeln richtig Juphal. Die vielen Wolken m achten skeptisch ob die Sicht auf das Flugfeld wirklich frei ist und wir nicht zurück fliegen würden und wir hatten Glück, plötzlich befanden wir uns in einem Tal mit strahlendem Sonnenschein. Die Landung war reichlich ruppig und alles wurde ordentlich durchgeschüttelt aber die Maschine kam zum stehen und in ganz kurzer Zeit waren alle Passagiere draußen und das ganze Gepäck lag auf dem Flugfeld. Jetzt wurde sofort neu beladen und nur wenige Minuten später startete die Maschine wieder für den Rückweg. Als die Maschine gerade weg war kam dann auch der Hubschrauber um eine siebenköpfige Reisegruppe aufzunehmen die den Hubschrauber bestellt hatten weil sie schon zwei Tage warteten.
Unser Guide hatte uns schnell gefunden, war ja auch kein Problem weil ich der einzige ankommende Tourist war, und nach Erledigung einiger Formalitäten und der Gepäckübernahme eine Frühstückspause ging es los auf den einfachen Marsch nach Dunai. Erst einen Pfad bis ins Tal was ca. 300m tiefer lag und dann entlang der einzigen Straße Dolpos Richtung Dunai. Nach zweieinhalb Stunden hatten wir unser Ziel erreicht. Dunai ist der Verwaltungssitz von Dolpo und unser erster Übernachtungsplatz. Natürlich musste nach Ankunft erst mal Lunch eingenommen werden und nachdem dann das Zelt bezogen war wurden noch die beiden Klöster besichtigt, erst das wenig spektakuläre Buddhisten Kloster in dem kein Mönch war und dann das Bön Kloster in dem wir einen weit gereisten Lama antrafen der uns nach einem Cafe und langem Gespräch sein Kloster zeigte. Auf dem Rückweg trafen wir auch unseren Lama der mit uns gewartet und gehofft hatte wieder und der im Bön Kloster wohnt.
Nach einem weiteren Rundgang durch Dunai und einem ausführlichen Dinner mit drei Gängen wurde mir dann die Mannschaft vorgestellt: 1 Guide, 1 Assistent Guide, 1 Koch und 1 Helfer, 1 Träger und 1 Maultierführer mit 4 Maultieren. Für meinen Geschmack zu viel aber alles eine Familie und ich vermute alle brauchten den Job.

08. August 2015 von Rudi
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